Mehmet Karakolcu2026-10-13T18:54:03+02:00REGIERUNG WILL IBAN DER BÜRGER MIT STEUER-ID VERKNÜPFEN
Der Staat möchte Geld künftig direkt auf die Konten der Bürger überweisen können. Dafür sollen Bankverbindungen mit der persönlichen Steuer-ID verknüpft und beim Bundeszentralamt für Steuern gespeichert werden.
CDU-Politiker Lars Rohwer hat die Debatte erneut angestoßen. Angesichts hoher Spritpreise spricht er sich für direkte finanzielle Entlastungen aus. Damit solche Zahlungen unkompliziert möglich sind, benötigt der Staat die entsprechenden Kontodaten.
Was viele nicht wissen: Die gesetzliche Grundlage dafür wurde bereits 2022 geschaffen, also lange vor der Regierung von Friedrich Merz.
Bürger können ihre IBAN beispielsweise über ELSTER hinterlegen oder über ihre Bank übermitteln lassen. Eine allgemeine Verpflichtung für alle Erwachsenen, ihre Kontonummer jetzt zu melden, besteht nicht.
Auch wichtig: Die Verknüpfung bedeutet nicht, dass der Staat dadurch automatisch Zugriff auf Kontostände oder sämtliche Kontobewegungen erhält.
Trotzdem bleibt eine grundsätzliche Frage: Wie viele persönliche Daten sollte der Staat zentral speichern dürfen, selbst wenn damit finanzielle Hilfen schneller ausgezahlt werden könnten?
Die einen sehen darin einen längst überfälligen Schritt zur Digitalisierung. Andere befürchten, dass staatliche Datensammlungen immer weiter ausgebaut werden.
Wie seht ihr das? Würdet ihr eure IBAN freiwillig mit eurer Steuer-ID verknüpfen, damit der Staat euch Geld direkt überweisen kann, oder habt ihr dabei Datenschutzbedenken?
Quelle: Der Westen, Oktober 2026
Bild: KI-Symbolbild.