Mehmet Karakolcu2026-10-08T19:50:03+02:00Verteidigungsminister Boris Pistorius soll in einer internen SPD-Sitzung ungewöhnlich deutliche Worte gefunden haben. Anlass war die Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt.
Wie mehrere Medien unter Berufung auf Sitzungsteilnehmer berichten, soll Pistorius gesagt haben: „Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.“
Hintergrund ist das Ergebnis der geheimen Abstimmung im Landtag. Der AfD-Kandidat erhielt mehr Stimmen, als AfD und BSW zusammen über Abgeordnete verfügen. Damit steht fest, dass er auch Unterstützung außerhalb dieser beiden Fraktionen bekam. Von wem die zusätzlichen Stimmen stammen, ist allerdings nicht bekannt.
Die Wahl sorgt insbesondere innerhalb der SPD für Empörung und hat die Diskussion über den politischen Umgang mit der AfD erneut verschärft.
Pistorius soll sich außerdem dafür ausgesprochen haben, dass die SPD ihren Protest gegen die Wahl deutlich sichtbar macht.
Bemerkenswert ist vor allem die drastische Wortwahl eines amtierenden Bundesministers. Während die einen darin eine verständliche Reaktion auf die politische Entwicklung sehen dürften, könnten andere eine solche Ausdrucksweise für unangemessen halten.
Was meint ihr: Darf ein Bundesminister bei politischen Auseinandersetzungen auch einmal derart deutliche Worte benutzen, oder sollte er sich unabhängig vom Anlass sprachlich zurückhalten?
Quelle: Stern, n-tv, RTL
Stand: 08.10.2026
Bild: KI-Symbolbild