500 EURO STRAFE FÜRS HANDY AM STEUER? VERKEHRSSICHERHEITSRAT FORDERT VERFÜNFFACHUNG
Wer beim Autofahren unerlaubt das Handy benutzt, soll künftig mindestens 500 Euro Bußgeld zahlen. Das fordert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat.
Bisher werden im Regelfall 100 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig. Nach dem Vorschlag des Verbandes würde sich das Bußgeld also verfünffachen.
Und damit nicht genug.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) möchte sogenannte Handy-Blitzer bundesweit einführen.
Diese speziellen Kameras können durch die Windschutzscheibe erkennen, ob Autofahrer während der Fahrt ein Smartphone in der Hand halten. Verdächtige Aufnahmen werden anschließend von Polizeikräften überprüft.
Der Verkehrssicherheitsrat unterstützt diese Technik und fordert zusätzlich deutlich höhere Strafen.
Als Begründung verweist der Verband auf die Unfallstatistik.
Im Jahr 2025 wurden mehr als 1.100 Unfälle mit Personenschaden registriert, bei denen die Nutzung elektronischer Geräte als Unfallursache erfasst wurde.
Dabei starben 15 Menschen, 199 wurden schwer und 1.257 leicht verletzt.
Wichtig: Diese Zahlen betreffen elektronische Geräte insgesamt und nicht ausschließlich Smartphones.
Bei einem Testeinsatz der Handy-Blitzer in Trier ging die festgestellte Handynutzung am Steuer nach Angaben des Verbandes um rund 70 Prozent zurück.
Noch ist die Erhöhung auf 500 Euro allerdings nicht beschlossen. Es handelt sich um eine Forderung des Verkehrssicherheitsrats.
Auch für eine bundesweite Einführung der Handy-Blitzer sind weitere rechtliche Regelungen notwendig.
Jetzt die Frage an euch:
Sind 500 Euro für ein Handy am Steuer eine angemessene Strafe, weil dadurch Menschenleben gefährdet werden? Oder ist eine Verfünffachung des Bußgeldes übertrieben?
Quellen: ZDFheute, Deutschlandfunk, 04.11.2026; Tagesschau, 03.11.2026.
Bild: KI-Symbolbild.