Mehmet Karakolcu2026-11-07T09:03:49+01:00Diese Abstimmung im Bundestag dürfte für Diskussionen sorgen.
Am 6. November 2026 hat der Bundestag beschlossen, den Einsatz von K.o.-Tropfen bei besonders schweren Sexual- und Raubdelikten künftig härter zu bestrafen.
Die Mindestfreiheitsstrafe steigt in den betroffenen Fällen von drei auf fünf Jahre.
CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke stimmten für die Gesetzesänderung.
Die AfD enthielt sich als einzige Fraktion.
Doch warum?
AfD-Politiker Stephan Brandner kritisierte, dass der Gesetzentwurf nicht ausreichend zum Opferschutz beitrage. Er forderte unter anderem bessere Schulungen der Polizei, damit solche Straftaten leichter nachgewiesen werden können.
Tatsächlich ist die Beweisführung bei K.o.-Tropfen ein großes Problem. Viele Substanzen sind nur kurze Zeit im Körper nachweisbar.
Die entscheidende Frage bleibt trotzdem:
Wenn ein Gesetz höhere Strafen für Täter vorsieht, sollte man dann zustimmen, auch wenn man zusätzliche Maßnahmen für notwendig hält?
Oder ist eine Enthaltung gerechtfertigt, wenn man die Reform für unzureichend hält?
Was meint ihr? Hätte die AfD hier zustimmen müssen?
Quellen: Bundestag, 06.11.2026; ZDFheute, 06.11.2026.
Bild: KI-Symbolbild.