Deutschland hat am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, insgesamt 40 afghanische Männer per Charterflug in ihr Herkunftsland abgeschoben.
Die Maschine startete am Flughafen Leipzig/Halle und landete in der afghanischen Hauptstadt Kabul.
Nach Angaben des Bundesinnenministeriums hatten alle 40 Männer in Deutschland Straftaten begangen.
Unter den genannten Delikten befinden sich Totschlag, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch von Kindern, Körperverletzung und Drogenhandel.
An der Abschiebung waren zehn Bundesländer beteiligt. Allein aus Baden-Württemberg kamen zehn der abgeschobenen Straftäter.
Das Land teilte mit, dass die betreffenden Personen zu Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren und vier Monaten verurteilt worden waren.
Drei von ihnen wurden direkt aus der Strafhaft abgeschoben.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte gegenüber BILD:
„Straftäter müssen unser Land verlassen.“
Seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode wurden laut Bundesinnenministerium insgesamt 303 afghanische Männer nach Afghanistan abgeschoben.
Die Bundesregierung setzt damit ihre Rückführungen nach Afghanistan fort. Diese erfolgen auf Grundlage von Absprachen mit den dort herrschenden Taliban.
Die Abschiebungen sind politisch umstritten. Während Befürworter auf die Durchsetzung der Ausreisepflicht und den Schutz der Bevölkerung verweisen, kritisieren Menschenrechtsorganisationen die Zusammenarbeit mit den Taliban und die Menschenrechtslage in Afghanistan.
Was meint ihr? Sollten ausreisepflichtige Straftäter konsequent abgeschoben werden, auch wenn in ihrem Herkunftsland die Taliban herrschen?
Quellen: Tagesschau/WDR, 28.10.2026
Bild: KI-Symbolbild.