Die Bundesregierung kündigt für 2027 und 2028 Entlastungen bei der Einkommensteuer an. In voller Wirkung sollen Bürger um rund 10 Milliarden Euro pro Jahr entlastet werden.
Doch der aktuelle Entwurf hat einen Haken.
Die sogenannte kalte Progression soll offenbar nicht vollständig ausgeglichen werden. Das bedeutet: Steigt das Gehalt nur wegen der Inflation, kann trotzdem mehr Einkommensteuer fällig werden, obwohl die Kaufkraft real kaum steigt.
Für 2027 fällt die tatsächliche Entlastung laut aktuellem Stand zudem deutlich kleiner aus. Die volle Größenordnung soll erst 2028 erreicht werden.
Zusätzlich sind Änderungen geplant, die einzelne Bereiche stärker belasten können, unter anderem bei Minijobs und der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen.
Die Schlagzeile „heimliche Steuererhöhung“ ist zwar zugespitzt. Der Kern der Kritik ist aber berechtigt: Wer nur einen Inflationsausgleich beim Lohn bekommt, könnte am Ende trotzdem stärker belastet werden.
Was meint ihr: Ist das noch eine echte Steuerentlastung oder bleibt am Ende weniger übrig als versprochen?
Quelle: Bundesfinanzministerium, Bundesregierung, Tagesschau, Süddeutsche Zeitung, Stand 12. August 2026
Bild: KI-Symbolbild