Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will den Schutzstatus von Syrern in Deutschland überprüfen lassen. Anfangen soll es bei „alleinreisenden jungen Männern“, bei denen man laut Dobrindt davon ausgehen kann, „dass sie ihren Unterhalt auch in Syrien bestreiten können“.
Der Hintergrund: Das Assad-Regime ist seit Ende 2024 gestürzt. Damit fällt nach Ansicht des Ministers für viele der ursprüngliche Grund für den Schutz weg.
Die Zahlen: In Deutschland leben rund 900.000 Syrer. Mehr als 550.000 von ihnen haben einen anerkannten Schutzstatus. Etwa 415.000 beziehen Grundsicherung, rund 315.000 sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Beschlossen ist noch nichts. Dobrindt kündigt an, dass die Überprüfungen „in Kürze“ beginnen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge prüft jeden Fall einzeln, danach entscheiden die Ausländerbehörden über den Aufenthalt. Gegen jede Entscheidung können die Betroffenen klagen.
Was meint ihr: Ist das der richtige Schritt, oder wieder nur eine Ankündigung, aus der am Ende wenig wird?
Quelle: Tagesspiegel, 28.09.2026