Deutschland kämpft mit wirtschaftlichen Problemen, Unternehmen stehen unter Druck, Arbeitsplätze sind gefährdet und viele Bürger sorgen sich um ihre finanzielle Zukunft.
Doch was bezeichnet Bundeskanzler Friedrich Merz selbst als seine derzeit größte Sorge?
Beim Berlin Global Dialogue am 21. Oktober 2026 erklärte er:
„Meine größte Sorge ist im Moment nicht unsere Wirtschaft, nicht die Europäische Union, nicht Amerika, nicht China. Meine größte Sorge ist der Einfluss Russlands auf unsere Gesellschaft und wie es Russland gelingt, unsere Gesellschaften zu destabilisieren.“
Damit macht Merz deutlich, welchem Thema seine größte Sorge derzeit gilt.
Nicht der Wirtschaft, sondern der russischen Einflussnahme auf unsere Gesellschaft.
Natürlich können ausländische Einflussnahme, Desinformation und Sabotage ernsthafte Bedrohungen darstellen.
Aber angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen in Deutschland darf man durchaus hinterfragen, ob der Bundeskanzler die richtigen Schwerpunkte setzt.
Denn für viele Menschen sind steigende Lebenshaltungskosten, die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze, bezahlbares Wohnen und die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme ganz unmittelbare Sorgen.
Merz sagt nicht, dass ihm diese Probleme egal sind. Aber er sagt ausdrücklich, dass seine größte Sorge derzeit woanders liegt.
Und genau darüber sollte diskutiert werden.
Was meint ihr? Sollte die wirtschaftliche und soziale Lage Deutschlands für unseren Bundeskanzler die größte Sorge sein oder hat Friedrich Merz mit seiner Priorität recht?
Quelle: Reuters, Originalaussage beim Berlin Global Dialogue vom 21.10.2026.