MERZ WILL ABSCHLAGSFREIE RENTE NACH 45 VERSICHERUNGSJAHREN STREICHEN
45 Jahre gearbeitet, jahrzehntelang Beiträge gezahlt und am Ende trotzdem Rentenabschläge hinnehmen müssen?
Genau darüber wird jetzt in der Bundesregierung diskutiert.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte auf den Prüfstand stellen. Beim Deutschen Arbeitgebertag am 13. Oktober 2026 sprach er sich dafür aus, diese Regelung abzuschaffen.
Bisher können Menschen mit mindestens 45 anrechenbaren Versicherungsjahren unter bestimmten Voraussetzungen früher ohne Abschläge in Rente gehen. Für alle ab 1964 Geborenen ist das frühestens mit 65 Jahren möglich, also zwei Jahre vor der regulären Altersgrenze von 67 Jahren.
Sollte die Regelung abgeschafft werden, könnten Betroffene künftig vor der regulären Altersgrenze nur noch mit dauerhaften Abschlägen in Rente gehen, sofern keine andere Ausnahme greift.
Merz begründet seinen Reformkurs mit der langfristigen Finanzierbarkeit des Rentensystems. Angesichts der alternden Bevölkerung und steigender Ausgaben müsse Deutschland Veränderungen angehen.
Doch gerade Menschen, die bereits in jungen Jahren angefangen haben zu arbeiten, könnten dadurch stärker belastet werden. Viele von ihnen haben jahrzehntelang körperlich anstrengende Berufe ausgeübt.
Der neue Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) lehnt eine Abschaffung bislang ab.
Wichtig: Beschlossen ist die Streichung noch nicht. Die geltenden Rentenansprüche und gesetzlichen Voraussetzungen bleiben vorerst unverändert.
Was meint ihr? Wer 45 Jahre gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, sollte der weiterhin ohne Abschläge früher in Rente gehen dürfen? Oder ist eine solche Reform notwendig, um das Rentensystem langfristig zu finanzieren?
Quelle: Bundesregierung
Bild: KI-Symbolbild.