Deutschland diskutiert über einen ungewöhnlichen Kandidaten für das höchste Staatsamt: Hape Kerkeling.
Eine Onlinepetition fordert, den 61-jährigen Entertainer als nächsten Bundespräsidenten zu nominieren. Mitte Oktober hatten bereits rund 160.000 Menschen unterschrieben.
Die Initiatoren wollen einen überparteilichen Kandidaten, der Menschen zusammenbringen kann und nicht aus dem klassischen Politikbetrieb stammt.
Und Kerkeling selbst?
Der Komiker hat die Idee nicht einfach als Scherz abgetan.
Gegenüber dem Spiegel erklärte er, die Initiative habe ihn gerührt. Sollte man ihn ernsthaft fragen, würde er darauf antworten.
Allerdings glaubt Kerkeling selbst nicht daran, dass die Petition erfolgreich sein wird. Er verweist auf die wichtige Rolle der CDU bei der Kandidatensuche und hofft auf die Wahl einer geeigneten Frau.
Unterstützung erhält die Idee unter anderem von Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek. Sie bezeichnete Kerkeling als geeigneten Vorschlag.
Doch nicht alle sind begeistert. Kritiker bezweifeln, dass ein Entertainer ohne politische Amtserfahrung die richtige Wahl für das höchste Staatsamt wäre.
Dabei schreibt das Grundgesetz keine politische Karriere als Voraussetzung vor.
Entscheidend ist ohnehin nicht die Zahl der Unterschriften: Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt.
Am 30. Januar 2027 steht die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier an.
Eine offizielle Nominierung Kerkelings gibt es bislang nicht.
Jetzt mal Hand aufs Herz:
Wäre Hape Kerkeling als Bundespräsident eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Berufspolitikern? Oder sollte das höchste Staatsamt lieber jemand mit langjähriger politischer Erfahrung übernehmen?
Quellen: BR24, 15.10.2026; n-tv, 14.10.2026; WDR, 27.10.2026.
Bild: KI-Symbolbild.