Markus Söder hat beim Deutschlandtag der Jungen Union am 18. Oktober 2026 in Bonn mit deutlichen Worten gegen die AfD ausgeteilt.
Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef warnte vor einer möglichen Regierungsbeteiligung der Partei.
Sein Vorwurf: Die AfD vertrete eine Politik, die Russland zugutekomme und Deutschland außenpolitisch schwächen könnte.
Dabei sprach Söder von „Kreml-Knechten im Kanzleramt“ und erklärte, Deutschland brauche stattdessen Patrioten, die für die Interessen des eigenen Landes einträten.
Auch gegenüber der Union verfolge die AfD nach Söders Einschätzung eine klare Strategie: Sie wolle CDU und CSU politisch schwächen und letztlich verdrängen.
Ein AfD-Verbotsverfahren hält Söder allerdings für problematisch. Stattdessen fordert er, die Partei politisch und inhaltlich zu bekämpfen.
Die AfD selbst lehnt die Vorwürfe einer politischen Abhängigkeit von Russland ab und stellt ihre Haltung als interessengeleitete Außenpolitik dar. Sie fordert unter anderem eine andere Sanktionspolitik gegenüber Russland.
Bemerkenswert ist, dass Söder zugleich einräumte, die Stimmen für die AfD seien auch Ausdruck der Unzufriedenheit mit der Bundesregierung.
Damit steht die Union vor einer doppelten Herausforderung: Sie will die AfD politisch bekämpfen und gleichzeitig enttäuschte Wähler zurückgewinnen.
In Deutschland wird inzwischen so viel über politische Gegner gesprochen, dass man fast vergessen könnte, wer eigentlich gerade regiert.
Was meint ihr? Hat Markus Söder mit seiner Warnung vor der AfD recht oder sollte sich die Union stärker auf die Probleme im eigenen Regierungslager konzentrieren?
Quelle: Markus Söder, Rede beim Deutschlandtag der Jungen Union am 18. Oktober 2026
Bild: KI-Symbolbild.