„Haben Sie sich schon einen Job gesucht?“ Mit dieser Frage an ZDF-Reporter Fabian Köster sorgt AfD-Politiker Ulrich Siegmund für heftige Kritik.
Der Vorfall ereignete sich im Landtag von Sachsen-Anhalt. Köster, bekannt aus der ZDF-Satiresendung „heute-show“, stellte dem AfD-Politiker kritische Fragen. Siegmund reagierte mit einem Hinweis auf die medienpolitischen Pläne seiner Partei und legte dem Reporter nahe, sich beruflich neu zu orientieren.
Hintergrund ist die Forderung der AfD, die bestehenden Rundfunkverträge zu kündigen und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk grundlegend umzubauen.
Der Deutsche Journalisten-Verband reagierte empört und bezeichnete Siegmunds Verhalten als „pure Einschüchterung“.
Der Fall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Wo endet eine harte politische Auseinandersetzung und wo beginnt der Versuch, kritische Journalisten unter Druck zu setzen?
Dabei gilt: Siegmund kann den ZDF-Reporter nicht persönlich entlassen. Seine Äußerung ist im Zusammenhang mit den politischen Forderungen seiner Partei zu betrachten.
Was meint ihr? War Siegmunds Aussage eine legitime Reaktion auf einen kritischen Reporter oder eine gezielte Einschüchterung?
Quelle: ZDF heute-show, Deutscher Journalisten-Verband. Stand: 10. Oktober 2026.